Kleines Schlafzimmer / Wohnung

Schlafzimmer gestalten: So kreierst du eine gemütliche Oase

Für mich ist das Schlafzimmer ein super wichtiger Rückzugsort. Ein Rückzugsort und Raum der Entspannung, wo ich mich nach einem stressigen Arbeitstag zurückziehen und abschalten möchte. Daher ist die richtige Gestaltung des Schlafzimmers umso wichtiger. Die passenden Farben, Materialien und Lichtquellen sind entscheidende Punkte, wie du dein Schlafzimmer gemütlich einrichten kannst. Im folgenden findest du Tipps und Tricks für mehr Gemütlichkeit und am Ende des Artikels gibt es ein paar Hinweise speziell für kleinere Räume sowie Tipps für die richtige Farbwahl.

Wie mache ich das Schlafzimmer gemütlich?

Gemütlichkeit ist in meinen Augen das A und O, wenn es an die Gestaltung des Schlafzimmers geht. Daher möchte ich dir hier ein paar Tipps an die Hand geben, wie du dein Schlafzimmer noch gemütlicher einrichten kannst. 

Tipp #1 – Ein harmonisches Farbkonzept

Um für Gemütlichkeit in deinem Schlafzimmer zu sorgen, brauchst du zunächst ein Farbkonzept. Ich würde empfehlen, mehrere Farbabstufungen aus einer Farbfamilie zu wählen und maximal eine „Highlight-Farbe“ hinzuzufügen. 

In meinem Fall bestimmen Erdtöne das Schlafzimmer. Die Möbel sind aus dunklem oder warmen Holz und teils auch schwarzem Metall. Als Highlightfarbe habe ich (für den Herbst und Winter) ein schönes Khaki gewählt, das gut mit den Erdtönen harmoniert. Im Sommer darf es dann aber etwas Frischeres sein, was ich euch bei Gelegenheit zeigen werde. 

Tipp #2 – Kuschlige Bettwäsche wählen

Das Bett ist das Zentrum des Schlafzimmers und gleichzeitig das wichtigste Möbelstück. Abgesehen davon, dass sich das Bett gut in den Raum einfügen sollte, kannst du mit der Bettwäsche den Look maßgeblich bestimmen. Wähle eine kuschlige Bettwäsche in einem Farbton, der sich harmonisch in den Raum einfügt und in dein Farbkonzept passt. Die Bettwäsche ist eine tolle Möglichkeit, den Look deines Schlafzimmers recht unkompliziert zu verändern. Daher habe ich mich auch für einen neutralen Farbton der Wand entschieden und experimentiere lieber mit der Bettwäsche.

Tipp #3 – Verschiedene Lichtquellen schaffen

Auch das Licht ist enorm wichtig, v. a. weil man meist die dunklen Abendstunden im Schlafzimmer verbringt. Neben der Hauptlichtquelle solltest du mindestens eine weitere Lampe anbringen, mit der du das Zimmer in ein weiches Licht tauchen kannst. Denn nichts sorgt für mehr Ungemütlichkeit, als zu helles, grelles Licht. Eine schöne Lampen, die für warmes, indirektes Licht sorgt, solltest du daher auf jeden Fall einplanen.

Tipp #4 – Den richtigen Materialmix wählen

Wähle für dein Schlafzimmer Materialien, die warm und gemütlich sind. Hast du beispielsweise ein Metallbett, braucht es einen Gegenpart, der das kühle Material auffängt und mehr Wärme schafft. Wir haben eine Mischung aus warmem Holz (Parkettboden, Nachttisch), dunklem Holz (Bett, Kommode, Schrank) sowie einige schwarze Metallelemente. Um die dunklen Möbel etwas weicher erscheinen zu lassen, runden helle Leinengardinen, geflochtene Körbe und kuschlige Bettwäsche das Bild ab. 

Körbe, Leinenvorhang, Nachttisch aus Holz, Pflanze und Bett im Schlafzimmer

Tipp #5 – Passende Deko ergänzt den Look

Den Feinschliff verpasst du deinem Schlafzimmer mit der passenden Dekoration. Schöne Körbe, Vasen, Pflanzen oder Bilder runden den Raum ab und machen ihn wohnlich. Lasse dich inspirieren (Instagram, Pinterest, Magazine, o. ä.) und sammle Bilder, die dir gefallen. Dann heißt es im Prinzip nur noch nachmachen. Auf meinem Blog werde ich in Kürze einen kleinen Guide fürs richtige Dekorieren veröffentlichen. Damit kann bei der Gestaltung deines Schlafzimmers nichts mehr schief gehen!

Tipp #6 – Ordnung halten

Wie in jedem Raum finden sich auch immer Schlafzimmer zahlreiche potentielle Ablageflächen. Vor allem der Nachttisch verwandelt sich über die Zeit oftmals in eine wahre Fundgrube der unterschiedlichsten Dinge. Doch gerade hier, wo man zur Ruhe finden möchte, ist Ordnung umso wichtiger. Versuche also, regelmäßig aufzuräumen und Ordnung zu halten. Fest definierte Plätze sind eine gute Möglichkeit, um kein Chaos entstehen zu lassen. So finden bspw. Handcreme, Ladekabel und Taschentücher Platz in der Schublade meines Nachttisches, alles weitere hat hier nichts zu suchen. Mein Freund, der hier etwas weniger konsequent ist, hat einfach einen Korb unter seinem Nachttisch bekommen, hier darf weiterhin Chaos herrschen. 😉

Welche Farbe ist für das Schlafzimmer am besten?

Zum Thema Farblehre gibt es wahnsinnig viele Infos im Netz und ich habe das Gefühl, dass auch die Meinungen zum Thema „die richtige Farbe im Schlafzimmer“ etwas auseinandergehen. Jede Farbe kann eine andere Wirkung entfalten und daher würde ich dir empfehlen, bei Bedarf noch etwas tiefer einzusteigen. Nachfolgend möchte ich meine persönliche Meinung teilen, die aber natürlich völlig anders zu deiner sein kann. 

Fürs Schlafzimmer würde ich immer zu gedeckten Farben raten. In unserem Fall ist es ein neutraler Beigeton geworden. Ein schönes Waldgrün oder Khaki hätte mir zwar auch gefallen, da wir aber relativ viele dunkle Möbel haben, wäre das zu dunkel geworden. Mein Tipp: Die Möbel, welche vor der gestrichenen Wand stehen, sollten gut zur Wandfarbe passen. Halte dafür ein Farbmuster an deine Möbel und am besten auch an den Boden. 

Durch neutrale Wandfarben ist die Chance höher, dass du dich nicht so schnell satt siehst. Wenn du in einer neutralen Farbe (z. B. Weiß, Beige oder Grau) streichst, kannst du dennoch deine „Wunschfarbe“ aufgreifen, so wie ich es z. B. mit der Bettwäsche gemacht habe. Gut vorstellen für das Schlafzimmer kann ich mir folgende Farbtöne: Weiß, Beige oder Grau in allen Farbabstufungen, ein dunkles sattes Waldgrün, ein ruhiges Rauchblau oder ein tiefes Nachblau. Ich würde aber immer dazu raten, innerhalb einer Farbfamilie zu bleiben und wenn eine Highlightfarbe gewählt wird, ruhige, neutrale Töne dazu zu kombinieren.

Wie gestalte ich ein kleines Schlafzimmer? 

Wenn du wie wir in einer Wohnung lebst, kann das Schlafzimmer auch mal recht klein ausfallen. Doch gerade kleine Zimmer sind oftmals gemütlicher und mit den folgenden Tipps steht einem kuschligen Schlafgemach nichts mehr im Wege:

  • Beschränke dich auf das nötigste: Achte bei kleinen Räumen bzw. Schlafzimmern darauf, dass nur reinkommt, was wirklich notwendig ist. Brauchst du den Schminktisch oder das zweite Nachttischchen wirklich? Wenn nein, raus damit!
  • Suche nach alternativen, platzsparenden Lösungen: Anstatt der Lampe, die auf dem Nachttisch steht, könnte man sie auch an der Wand befestigen und sich somit den Platz auf dem Nachtisch sparen. Das Nachttischchen könnte durch ein schönes, schmales Holzbrett oberhalb des Betts ersetzt werden. Werde kreativ! 
  • Nutze den Platz nach oben: Unser Kleiderschrank geht bis kurz unter die Decke. So kann man den Raum viel besser nutzen und mehr im Schrank verstauen. Oder stelle alternativ Boxen auf deinen Schrank, in welche du Handtücher, Bettwäsche oder die Kleidung verstaust, die du erst nächste Saison benötigst. 
  • Regelmäßig ausmisten: Nach meiner Erfahrung besitzt man viel zu viel Dinge, die nur unnötig Platz im Schrank benötigen. Vor unserem letzten Umzug habe ich radikal ausgemistet und konnte damit eine Kommode weglassen. 
  • Vermeide wuchtige Möbel: In kleinen Schlafzimmer würde ich von wuchtigen Möbeln wie Boxspringbetten abraten. Wähle lieber Möbelstücke, die auf Füßen stehen, und damit viel luftiger wirken. 
  • Wände frei lassen: Bilder oder Wandregale sorgen zwar für Gemütlichkeit, sollten in kleinen Zimmern aber nur sparsam eingesetzt werden, um das Zimmer nicht zu überladen. 

Und mein letzter Tipp: Lass dir Zeit bei der Gestaltung, das gilt natürlich für alle Räume. Viele Ideen kommen im Laufe der Zeit, oder du stolperst zufällig über eine Lösung, die perfekt für dein Schlafzimmer ist. 

Ich hoffe dieser Artikel hilft dir bei der (Um-)Gestaltung deines Schlafzimmers etwas weiter. Wenn dir etwas fehlt oder du eine konkrete Frage hast, schreib es gerne in die Kommentare. 

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