Kleiner Wohnraum / Wohnung

Wohnzimmer Makeover – Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Gerade habe ich es mir mit einem Buch auf dem Sofa gemütlich gemacht. Doch irgendwie komme ich nie weiter als ein paar Sätze, bis ich wieder mit den Gedanken abschweife. Ich starre auf die Kommode und auf meinen geliebten Kaktus, der darauf steht. Irgendwie gefällt es mir nicht. Irgendetwas stört mich. Aber ich kann nicht genau sagen, was es ist. Kurzerhand stehe ich auf und räume wie wild hin und her. Kaktus runter, andere Pflanze drauf. Pflanze auf die andere Seite der Kommode. Windlicht weg und Vase drauf. Vase wieder runter und anderer Kerzenhalter drauf. Und so geht es eine Weile weiter, bis ich zig Varianten ausprobiert habe. Mein Freund schaut mir nur Kopfschüttelnd dabei zu.

Kennst du das, wenn dir eine Zimmerecke nicht gefällt, aber du nicht weißt, woran es liegt? Manchmal ist es in solchen Fällen am zielführendsten, einfach auszuprobieren. Alle möglichen Varianten anzuschauen, zu vergleichen, und sich so seinem Ziel zu nähern. So habe ich letztendlich auch mit dem kleinen Wohnzimmer Makeover gestartet.

Mein Wohnzimmer Makeover: Das hat sich geändert

Dass ich den Sofaüberzug tauschen wollte, stand eigentlich schon vor unserem Umzug in die neue Wohnung fest. Etwas Helleres sollte es werden, da unser Wohn-/Essbereich recht klein ist und das dunkelgraue Sofa hier sehr wuchtig gewirkt hat. Um Kosten zu sparen, wurde es kein neues Sofa, sondern eben nur ein neuer Überzug. Zusätzlich haben wir die Chromfüße des Sofas gegen eine Holzvariante eingetauscht, was einen riesengroßen Unterschied macht. So wirkt es tatsächlich fast wie ein neues Sofa, wir wurden zumindest einige Mal gefragt.

Da wir nicht viele Möglichkeit zum Umstellen der Möbel haben, ging es bei der Umgestaltung des Wohnbereichs letztlich nur noch um die Deko. Dafür habe ich für den Couchtisch ein neues Windlicht gekauft. Hier war mir wichtig, die dominierenden Farben des Raums (Schwarz und Beige) nochmal aufzugreifen, damit es harmonisch wirkt. Dasselbe gilt für das Sofa. Es durften zwei neue Kissen und eine Decke einziehen, die in das Farbkonzept und vor allem zum neuen Überzug passen.

Problemfall Kommode: Die richtige Deko

Und ja, dann war da noch die Kommode. Was mich an ihr besonders gestört hat? Das Gesamtbild war einfach nicht stimmig. Nach meinem „Umstellmanöver“ habe ich folgende Punkte erkannt:

  • Der Übertopf des Kaktus’ war farblich zu ähnlich mit der Kommode. Mit dem Eichenparkett, der Holzkommode und dem Korb war das in Summe „zu viel Braun“. 
  • Auf der Kommode waren zu viele unterschiedliche Materialien bzw. zu wenige, die sich wiederholen. Im Endeffekt waren alle Teile auf der Kommode aus unterschiedlichen Materialien und vor allem auch in unterschiedlichen Farben.
  • Der Kaktus und die Strelizie standen zu nah beieinander und sind aber beides sehr „aufmerksamkeitsstarke“ Pflanzen. Für mich standen sie in dieser Konstellation irgendwie in Konkurrenz zueinander.

Als ich das endlich erkannt hatte, war ich der Lösung schon einen Schritt näher. Ich habe den Kaktus ausgetauscht gegen eine kleinere, filigrane Pflanze. Beim Übertopf habe ich mich für einen hellen Farbton entschieden, der dem Ton der Lampe ähnelt. Das Tablett unserer „Mini-Bar“ wurde gegen ein schwarzes ausgetauscht, damit passt es super zur Kommode und auch zur sonstigen Einrichtung. Mit diesen kleinen Maßnahmen sieht die Kommode in meinen Augen schon wesentlich stimmiger aus. Und ja, Alexa steht leider immer noch da und sieht wenig dekorativ aus, aber sie erfüllt ihren Zweck. 🙂

Mit relativ wenig Aufwand habe ich damit einen komplett neuen Look im Wohnbereich geschaffen. Es muss aber nicht immer gleich ein neuer Sofaüberzug sein, neue Kissenbezüge und eine neue Decke können auch schon eine tolle Wirkung erzielen!

Falls es dir in ähnlich ergehen sollte und du mit einer Umgestaltung einfach nicht vorankommst, habe ich zwei Tipps für dich:

  1. Versuch dich strukturiert an die Umgestaltung zu machen. Dafür habe ich bereits einen Artikel online gestellt, den du hier findest. 
  2. Wenn du damit nicht weiterkommst, mache es wie ich, und sei ganz pragmatisch. Nimm’ dir etwas Zeit und räume hin und her. Probiere unterschiedliche Konstellationen aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was besser und was weniger gut funktioniert. So kommst du deinem Ziel bestimmt näher!

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